| Vogelarten
Papageien Jeder von uns kennt Kakadus, Aras, Loris, Sittiche und andere sogenannte Krummschnäbel. Sind diese verschiedenen Gattungen überhaupt miteinander verwandt? Gehört ein Wellensittich tatsächlich zu den Papageien sowie Kakadu, Ara oder Amazone? Es ist ganz gleich ob der Vogel groß oder klein ist, eine Federhaube hat oder keine, einen langen oder kurzen Schwanz trägt, zu den Körner- oder Necktarfressern zählt, alle diese verschiedenen Gattungen und Arten sind Papageien. ![]() Topographie der Papageienvögel Papageienarten
Die beliebtesten und begehrtesten Vogelarten, Papageien und Sittiche:
In der schönsten Vogelwelt des australischen Inselkontinents nehmen die prächtigen Sittiche einen besonderen Platz ein. Der Welli ist kleinster und häufigster Vogel Australiens und ein wahre Winzling im Vergleich zu seiner großen Papageienverwandtschaft des Landes. Er ist als Spatz des Kontinents, mit seinem hübschen plaudernden Gesang bekannt. Der Welli misst nur 18 cm Gesamtlänge und ca. 40 g. Gewicht. Die Lebenserwartung kann bis zu 15 Jahre lang sein. Freilebende Wellensittiche sind gleich gefärbt, ein hellgrünes Bauchgefieder mit schwarzgelben Kopf- und Rückengefieder. Das Gesicht zeigt einen violetten Wangenfleck und 6 Stück schwarze Kehltupfen. Zum Beispiel, in der Natur wird ein blauer Wellensittich schnell das Opfer der scharfäugigen Falken sein. Die kleinen Sittiche verbringen nur einige Sekunden beim Trinken, weil sie in diesem Augenblick besonders bedroht sind durch einen Angriff von Greifvögeln. Ihr ärgster Feind - sengende Temperaturen und monatelange Dürre - ist dank der künstlichen Bewässerungssysteme berechenbarer geworden.
Der Nymphensittich zählt zu den bekanntesten Papageienarten. Er ist der einzige Vertreter seiner Gattung und wird im Zoologischen System als Bindeglied zwischen den Kakadus und Sittichen gesehen. Wegen seiner leichten Zähmbarkeit, seinem Talent Worte und gepfiffene Melodien zu lernen, auch wegen seiner Anhänglichkeit wurde der Vogel einer der beliebtesten Hausvögel. Man empfindet als etwas störend seinen oft vorgetragenen schrillen, monotonen Ruf, besonders bei den Nachbarn. Die Nymphensittiche sind bereits eingewöhnte Haustiere, daher gibt es bereits sehr unterschiedliche Zucht-, und Färbungsformen von Weiß (Albino), Gelb (Lutino) bis zum sogenannten Geperlten. Trotz intensiver Zucht und allem Bemühen der Züchter erreicht keine dieser Farbmutationen die Schönheit der Wildform, wie die Schönheit unserer Hausgenossen auf dem Foto zeigt. Der Nymphensittich ist auch ein Bewohner Australiens. Diese sind größer als kleine Wellis, etwa 32 cm Gesamtlänge. Die Lebenserwartung kann über 15 Jahre betragen.
Diese kleinen Papageien haben sich die Herzen der Vogelfreunde erobert und zählen zu den am meisten gehaltenen Krummschnäbeln. Die Gattung der Unzertrennlichen besteht aus mehreren Arten, sowie Bergpapagei, Grau-, Orangen-, Grün- , Rosen-, Pfirsich-, Schwarz-, Erdbeer- und Rußköpfchen. Diese sind nur 15 - 16 cm groß, kurzschwänzig und hauptsächlich grün gefärbt und die Lebenserwartung beträgt ca. 15 Jahre. Unzertrennliche sind Bewohner Zentral- und Südafrikas. Sie sind kleine aber sehr kräftige Papageien, die nur mit Artgenossen vergesellschaftet werden sollten. Nur erst dann kommt ihr munteres Wesen zur vollen Entfaltung, wenn man sie paarweise oder in einer kleinen Gruppe hält. Nicht umsonst werden die kleinen Vögelchen als Unzertrennliche genannt. Junge Vögel werden außerordentlich zahm und lieben den engen Kontakt zu ihrem Kumpan-Mensch. Manche sind in der Lage einige Worte oder Pfiffe zu erlernen. Die intensive Zucht führte zu verschiedenen Farbschlägen der Vögel. Neben der Wildform grün gibt es Farbvariationen von Albino (weiß), Lutino (gelb), blau, zimt, bis hellblau zu erwerben.
Das Verbreitungsgebiet des Weißhaubenkakadus beschränkt sich auf die nördlichen Molukkeninseln in Indonesien. Diese Papageien fallen durch Ihre Größe von 46 cm, durch das weiße Federkleid mit imposanter Federhaube und durch die beeindruckende Stimme auf. Weißhaubenkakadus werden im Zoohandel angeboten aber auch beim Züchter, die Zuchterfolge erzielen und Nachzuchttiere anbieten können. Der Kakadu wird schnell zahm und braucht die ständige Anwesenheit des Pflegers. Dies ist für die Psyche eines Kakadus außerordentlich wichtig. Der Pfleger muss dies unbedingt berücksichtigen, weil diese Vögel zu den Arten gehören, die sich besonders eng an den Kumpan-Mensch anschließen. Läßt man seinen Hausgenossen alleine, gibt sich der Vogel alle Mühe um auf sich aufmerksam zu machen, also er beginnt zum Schreien. Auf diese Weise versucht der Kakadu wieder Kontakt mit seinem Pfleger aufzunehmen.
Diese schönen Molukkenkakadus findet man nur im Verbreitungsgebiet der südlichen Molukkeninseln in Indonesien. Der Molukkenkakadu ist der Größte seiner Art und mißt etwa 52 cm. Der Molukke ist der größte aber auch der sensibelste Vertreter aus der Gruppe der Weiß- und Schwarzschnabelkakadus. Die schönen Molukken haben ein leicht in rosa gefärbtes Gefieder mit einer wunderschönen dunkel lachsfarbenen Federhaube, die nur zu erkennen ist, wenn die Tiere die Haube hochstellen. Schwung- und Steuerfedern auf den Innenfahnen sind orangegelb gefärbt. Die Molukken leben paarweise in kleinen Gruppen. Wegen ihrer Leidenschaft zu halbreifen Fruchtständen der Kokosnußpalmen werden Molukkenkakadus in landwirtschaftlichen Anbaugebieten erbittert bekämpft und verfolgt. In den letzten Jahren wurden Molukken im Zoohandel angeboten. Der Vogel braucht den ständigen persönlichen Kontakt zum Pfleger. Auf Änderungen reagieren Molukken oft schreckhaft. Um einen Molukkenkakadu richtig pflegen zu können, sollte man bereits einige Erfahrungen mit der Haltung von Papageien gesammelt haben!
Zum Lebensraum der Graupapageien gehören die westlich gelegenen afrikanischen Länder. Der Papagei kann leichte Unterschiede in der Grautönung des Gefieders haben. Der Kongo - Graupapagei unterscheidet sich durch seine Größe von 32 bis 41 cm Gesamtlänge und von 230 bis 550 g. Gewicht und rotfarbenen Schwanzfedern. Die weiteren Unterarten, sowie der Timneh - Graupapagei, unterscheiden sich von der Nominatform durch deutlich kleinere Größe, durch den bräunlich-roten Schwanz und durch die rose-beige Färbung im oberen Drittels des Oberschnabels. Graupapagei bilden Gruppen, meistens 10 bis 20 Vögel. Beim Streit entwickeln sie einen ohrenbetäubenden Lärm, der schon in größter Entfernung zu hören ist. der Graupapagei gilt als bester Imitationskünstler. Keine andere Vogelart erreicht in der Nachahmung eine solche Perfektion. Sie können alle Geräusche und Melodien so nachpfeifen, dass man es kaum wahr nimmt, sowie das läuten des Telefons oder bellen des Hundes. Pfeiftöne sind ihm lieber als die Wörter, obwohl er auch einige Sätze sprechen kann. Der Vogel braucht den ständigen Kontakt zum Pfleger, sonst fühlt er sich vernachlässigt und einsam, was zum Federrupfen führt.
Das Verbreitungsgebiet der Edelpapageien ist auf Nord/Osten Australiens, sowie auch in Neuguinea und einige umliegenden Inseln beschränkt. Die Gefiederfärbung nach dem Geschlecht der Vögel ist einmalig in der gesamten Gruppe der Papageien. Der Edelpapagei ist etwa 35 cm groß. Die Edelpapageien siedeln sich an in kleinen Gruppen, meistens weniger als 10 Tiere in Wäldern und Baumsavannen um Futter zu suchen. Sie ernähren sich von Baumfrüchten aller Art. Genauso zu ihrer Nahrung gehören Blüten und Pollen. Sie sind eigentlich gute Brutvögel. Die Züchter bieten immer wieder junge und zahme Papageien an, die besonders einen engen Kontakt zu Menschen suchen. Das Sprechtalent des Edelpapageies ist außerordentlich groß. Nicht nur Wörter kann er erlernen, sondern auch ganze Sätze. Die Vögel sollten in großen Volieren gehalten werden, sonst bleiben sie recht phlegmatisch und zeigen keine besondere Aktivitäten. Loris:
Loris gelten als die Clowns in der Papageienwelt und gehören zu den farbenprächtigsten und deshalb zu den attraktivsten Papageien für den Vogelliebhaber. Der ziemlich kleine Papagei ist etwa 26 - 28 cm groß und wiegt 120 - 150 g. Die Loris bewohnen auf Neuguinea und den vorgelagerten Inseln die dichten tropischen Wälder, in denen die Vögel tagsüber ihre vorwiegend aus Pollen, Nektar, Früchten, Insekten und Sämereien bestehende Nahrung suchen. Abends verlassen die Vögel ihre Futterplätze und fliegen zu ihren Schlafbäumen, wo sie noch bis tief in die Nacht hinein mit lautem Gekreische um die beste Plätze rangeln. Wer schon einmal in einem Zoo dem bunten Treiben einer Gruppe von Loris begegnete, der wird bestimmt daran gedacht haben, selbst einmal solche Tiere zu halten. Leider ist ihre Haltung nicht ganz einfach. Die schönen Vögel sind Blütenbesucher und stellen entsprechende Nahrungsansprüche, die unbedingt zu erfüllen sind! Der Verdauungsapparat der Loris ist nicht auf Körnerfutter angepasst, unsachgerechte Ernährung führt über kurz oder lang zum Tode!
Diese Loriart bewohnt die dichten Regenwälder Neuguinea´s. Dort, wo die blühenden Bäume und Früchte zum Fressen einladen, werden sie oft zu Hunderten gesehen. Der Frauenlori ist etwa 31 cm lang und 200-250g schwer. Grundfarbe ist leuchtend rot, Unterbrust und Bauch viollet-blau, Flügel grün. Unterseite der Handschwingen mit einem gelben Band, Schwanz an der Wurzel rot, der Mittelteil düster blau und die Schwanzspitzen grünlich-gelb. Schnabel orange, Füße schwärzlich-grau. Auch bei dieser Art handelt sich um einen sehr beliebten Lori. Seine Farbenpracht und sein verspieltes Wesen machen ihn zu einem idealen Volierenvogel. Sie sind in kürzester Zeit zahm und sind auch gute Imitationskünstler und können vieles Nachahmen. Frauenloris gehören auch zu den Nektarfresser und stellen entsprechende Nahrungsansprüche die unbedingt zu erfüllen sind! Der Verdauungsapparat der Loris ist nicht auf Körnerfutter angepasst.
Gelbbrustaras sind in den großen Gebieten von Südamerika, Brasilien und Argentinien verbreitet. Viele Arten von Aras zählen zu den größten und beliebtesten Papageien. Der Gelbbrustara ist etwa 88 cm groß. Die Länge des Schwanzes nimmt bei allen Arten etwa die Hälfte der Gesamtlänge ein. Der Vogel ist ein typischer Bewohner des tropischen feuchten Waldes. Aras leben in kleinen Gruppen und vergesellschaften sich oft mit anderen Gruppen von Aras. Sie ernähren sich von den Früchten des Waldes und besonders von Feigen. Diese Art von Aras wird am häufigsten in den zoologischen Gärten ausgestellt, wo auch schon Nachzuchten erzielt wurden. Aras sind relativ gute Sprecher. Kaum ein anderes Mitglied aus ihrer Gattung zeigt eine solche Begabung, dennoch lernen diese Tiere meist nur wenige Worte. Diese großen Vögel brauchen viel Platz und klettern gerne. In einem Käfig sollten diese großen schönen Tiere nicht gehalten werden. Der Ara muss einen ruhigen Freisitz im Garten haben, wo der Vogel die Sommertagen geniessen kann.
Die Amazonen sind neben den Aras die typischsten und bekanntesten Papageien. Ihre Lebensgebiete sind Mittel- und Südamerika und einige benachbarten Inseln. Amazonen sind kräftige Tiere mit einem kurzem Schwanz. Das Gefieder ist überwiegend in grün gefärbt. Das Grün reicht von einem hellem, gelblichem bis zu Dunkel-Olivgrün. Jede Art hat an einzelnen Körperstellen auffallende farbige Federn, sowie am Kopf, Wangen, Flügelbug oder Schwungfedern, die besonders gut zur Geltung kommen. Die Gattung ist außerordentlich groß und vereinigt 26 lebende Arten. Alle Amazonen leben in feuchten, warmen Klima und brauchen auch als Heim- oder Volierenpapageien ausreichend viel Feuchtigkeit, z.B. durch ein Sprühbad oder ein Vollbad. Das Gefieder wird ohne ausreichende Feuchtigkeit stumpf und spröde. Amazonen verfügen über eine sehr kräftige Stimme, die man häufig zu hören bekommt. Junge Papageien gewöhnen sich schnell an ihre neue Umgebung und an den Menschen, doch ohne genügend Zuwendung fühlen sie sich rasch gelangweilt und verkümmern manchmal sogar bis zum Tod. Selbst zahme und anhängliche Amazonen die sich in Brutstimmung befinden, ohne Artgenossen als Partner, können aggressiv und zerstörerisch werden. Hier hilft meistens die Gesellschaft mit einem harmonierenden Partner in einer größeren Voliere. Vögel in Wald, Park und Garten Was wäre, wenn man im Garten kein brütendes Blaumeisenpärchen sehen könnte? Oder ein Waldspaziergang ohne das vielstimmige Vogelgezwitscher? Die Beschäftigung mit der Natur ist bei vielen Vogelfreunden zu einem Hobby geworden, das mit viel Liebe und großen Einsatz gepflegt wird. Wenn man sich für die Natur einsetzen will, muss man nicht nur ein Interesse, sondern auch entsprechende Kenntnisse haben. Vögel am Haus
Vögel am Gehölze und Hecken
Vögel im Wald Vögel der Gewässer
Vögel am Haus
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Vögel am Gehölze und Hecken
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Die Wildvogelhilfe ![]() Haben Sie einen hilfsbedürftigen Wildvogel entdeckt bei einem Spaziergang im Wald oder haben sie genau gesehen wie der kleiner Vogel aus dem Brutkästchen runter gefallen ist? Ob es sich dabei um eine verletzte Taube, eine angefahrene Krähe oder vielleicht um einen aus dem Nest gefallenen Jungvogel handelt, spielt keine Rolle. Jeder in Not geratene Vogel benötigt die Hilfe des Menschen, auch wenn die Sympathie je nach Vogelart mitunter größer oder kleiner sein mag. Es gibt nur wenige Menschen, die bereit sind einem Wildvogel zu helfen. Doch ist die Entscheidung getroffen, dem Vogel zu helfen, tauchen einige Fragen auf:
Es ist sehr wichtig erst die Vogelart zu erkennen und dann artgerecht zu füttern. Doch häufig sterben die Vögel wegen falscher Ernährung. Man will ja nur helfen und es ist gut gemeint, aber zum Helfen gehört auch ein umfangreiches Wissen und nicht nur Herz und Wille. Damit Ihr Pflegling einen optimalen Start hat und in ein artgerechtes freies Leben entlassen werden kann, finden Sie hier für die Erste Hilfe nötige Informationen. Naturschutzgesetz Laut dem Naturschutzgesetz stehen fast alle europäischen Vogelarten unter besonderem Schutz; Ausnahmen hiervon bildet das Jagdrecht. Das heißt unter anderem, dass man Vögel grundsätzlich nicht der Natur entnehmen und einfach mitnehmen darf. Nur in Ausnahmefällen, wenn sie ganz offensichtlich in Not geraten sind - zum Beispiel, wenn das Nest zerstört wurde, oder ein erwachsener Wildvogel verunglückt ist, darf man Wildvögel für die Zeit der Aufzucht und Pflege in seine Obhut nehmen. Danach sind sie unbedingt wieder zurück in die Natur zu entlassen, wohin sie gehören. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir Menschen Wildvögel, um die wir uns kümmern, nicht wie ein Haustier behandeln, sondern sie vielmehr auf ihr bevorstehendes Leben in Freiheit optimal vorbereiten. Jungvogel gefunden, was ist zu tun? Der gefundene Jungvogel macht einen gesunden Eindruck. Sie befürchten jedoch, dass er nicht von den Eltern versorgt wird. Verstecken Sie sich in diesem Fall so weit entfernt wie möglich und beobachten Sie den Jungvogel mindestens eine Stunde lang. Ruft er laut, so wird nach einiger Zeit ein Elternteil mit Futter herbei eilen. Dann können Sie beruhigt sein, dass der Kleine keineswegs verlassen worden ist. Wichtig! Eine Ausnahme bilden hierbei Mauersegler. Am Boden aufgefundene Mauersegler - egal ob alt oder jung - sind immer in akuter Not und bedürfen Ihrer Hilfe. Auch junge Mehlschwalben und Rauchschwalben, die Sie am Boden finden, benötigen höchstwahrscheinlich Ihren Beistand. Einen Erfahrungsbericht über die Aufzucht junger Rauchschwalben und wie man dem jungen Mauerseglern helfen kann, erfahren Sie unter: www.wildvogelhilfe.org Sitzt ein Jungvogel an einem offensichtlich gefährlichen Ort - dies kann beispielsweise der Rand einer Straße sein -, nehmen Sie ihn vorsichtig hoch und setzen Sie ihn an einen sicheren Ort, also zum Beispiel in ein Gebüsch. Im Unterschied zu vielen Säugetiereltern nehmen Vögel ihren Nachwuchs weiterhin an, obwohl man ihn mit seinen Händen berührt hat.Vögel orientieren sich kaum an ihrem Geruchssinn. Die Entfernung zum Fundort bis zum Ort, an dem Sie das Jungtier absetzen, kann bis zu 25 Metern betragen. Durch sein lautes Rufen werden die Vogeleltern ihr Junges rasch wieder finden und versorgen. Haben Sie den Eindruck, der Vogel ist verletzt, untersuchen Sie ihn vorsichtig auf äußere Verletzungen. Blutet der Vogel oder hat er ein Bein beziehungsweise einen Flügel gebrochen? Ist der Vogel nur leicht verletzt und am nächsten oder übernächsten Tag voraussichtlich wieder fit, so kann man folgenden Versuch unternehmen: Setzen sie ihn möglichst am Fundort auf den Boden und stülpen Sie ein großes Käfigoberteil über ihn. Bitte füttern Sie ihn zuvor nicht, damit er laut und kräftig schreit. Beobachten Sie ihn nun mindestens zwei Stunden lang aus sicherer Entfernung. Mit etwas Glück wird ein Elternteil erscheinen und sich für den Jungvogel interessieren, oftmals wird sogar durch das Gitter hindurch gefüttert. Nachdem die Verletzungen abgeheilt sind, kann er getrost wieder in die Obhut seiner Eltern übergeben und aus dem Käfig entlassen werden. Nestling:
Finden Sie einen noch unbefiederten oder wenig befiederten Nestling, der am Boden liegt, sollten Sie sorgfältig in der unmittelbaren Umgebung nach dem Nest suchen und den Kleinen vorsichtig wieder zurücksetzen. Haben Sie eine Katze, lassen Sie sie bitte während der Jungvogelzeit (von Mitte März bis Mitte September) nicht unbeaufsichtigt ins Freie. Hat Ihre Katze nun aber trotz aller Vorsicht einen Jungvogel erwischt und Sie können ihn ihr lebend wegnehmen, handelt es sich zu 99% um einen akuten Notfall. Auch wenn äußerlich zunächst keine auffälligen Verletzungen sichtbar sein mögen, der kleinste Riss in der Haut des jungen Vogels kann bereits zur Übertragung der lebensgefährlichen Pasteurellen über die Mundschleimhaut der Katze führen. Wird diese Infektion nicht schnellstens vom Tierarzt antibiotisch behandelt, stirbt der Vogel wenige Tage später. Nur in eindeutigen Notsituationen, beispielsweise falls das Nest durch ein Unwetter zerstört wurde oder nachweislich beide Elternteile um Leben gekommen sind, können und sollten Jungvögel in menschliche Obhut genommen werden. Ästling:
Eventuell haben Sie bei einem Spaziergang einen vermeintlich in Not geratenen Jungvogel mitgenommen, weil Sie dachten, er würde dringend menschliche Hilfe benötigen. Haben Sie aber festgestellt, dass es sich um einen Ästling in der Bettelflugphase handelt, so können Sie die Situation wieder in Ordnung bringen, sofern Sie rasch handeln. Altvögel suchen ihre verloren gegangenen Ästlinge bis zu 24 Stunden lang, erst dann geben sie ihren Nachwuchs auf. Bringen Sie den Ästling also am besten so schnell wie möglich wieder an genau die Stelle, an der Sie ihn gefunden haben. Warten Sie mindestens eine Stunde und schauen Sie, ob das Jungtier von seinen Eltern weiter gefüttert wird. Sollte dies der Fall sein, können Sie den Ästling getrost sich selbst überlassen. Findet hingegen keinerlei Fütterung durch Altvögel statt, war ihre erste Eingebung wahrscheinlich doch richtig und der Vogel benötigt tatsächlich Ihre Hilfe. Genauere Antworten zur Aufzucht und Pflege eines Wildvogels , erfahren Sie unter: www.wildvogelhilfe.org |
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